14. Juli 2012

Gemeindeblatt-Artikel 13. Juli 2012


Wir fragen bei der Mehrheit nach

Für Montag den 16. ist die Juli-Ratssitzung einberufen. Wir haben dazu zwei Interpellationen vorbereitet. Dabei geht es auch um die in die negativen Schlagzeilen geratene SEL AG. Auch Kaltern hält neben anderen Südtiroler Gemeinden und Bezirksgemeinschaften ein Aktienpaket an der SEL FIN GmbH, welche wiederum Anteile an der Südtiroler Energiegesellschaft SEL AG besitzt. Diese Beteiligung hat noch der Ausschuss der letzten Amtsperiode gewollt und entschieden. Die finanziellen Auswirkungen wollen wir jetzt aber unter die Lupe nehmen und fragen, wie hoch die Beteiligung der Gemeinde Kaltern an der SEL FIN GmbH ist und welchem Wert in Euro diese entspricht. Es interessiert uns auch, welchen Einfluss die Gemeinde auf das Geschäftsgebaren der SEL FIN bzw. der SEL AG hat und schlussendlich ob es diese Verwaltung für eine Gemeinde als erstrebenswert erachtet, mit Steuergeldern Beteiligungen an Kapitalgesellschaften zu erwerben und zu halten. Die Gemeinde Terlan beispielsweise möchte ihren Aktienanteil verkaufen, auch weil die dortige Verwaltung das Spekulationsgeschäft im Energiesektor nicht mehr mit Geldern der SteuerzahlerInnen tätigen will. Diese Kehrtwendung erachten wir als lobenswert.
Dass die Fragestellung des Promotorenkomitees für eine Volksbefragung zum Trainingsplatz des FC-Südtirol nicht positiv beurteilt wurde, ist vielleicht schon bekannt. Zum negativen Gutachten der Fachkommission ersuchen wir allerdings um genauere Infos. Auch haben wir gemeinsam mit Vertretern der Mehrheitspartei, der Umweltgruppe und der Bürgerunion eine neue Formulierung hinterlegt. Obwohl wir immer noch hoffen, dass die Entscheidung sobald als möglich zu Gunsten eines anderen Standorts fällt, damit wir das Verfahren zur Einleitung der Volksbefragung ad acta legen können.

Notiziario comunale 13 luglio 2012


Domande che poniamo alla maggioranza

Per lunedì 16 è stato convocato il consiglio comunale di luglio. Abbiamo presentato due interpellanze. Una di queste tratta della SEL SpA, famosa per notizie non solo positive. Anche Caldaro come altri comuni altoatesini e comprensori detengono un pacchetto di azioni della SEL FIN srl, che da parte sua possiede azioni della società energetica altoatesina SEL SpA. Quest’investimento lo ha voluto e deciso ancora la precedente amministrazione. Le conseguenze finanziarie devono essere osservate e analizzate anche oggi. Perciò chiediamo a quanto ammonta la partecipazione di Caldaro presso la SEL FIN srl e a che somma espressa in euro corrisponde. Ci interessa anche che influsso può esercitare l’amministrazione comunale sulla gestione di bilancio della SEL FIN srl e della SEL SpA e infine se la nostra amministrazione comunale ritiene giusto acquistare e tenere partecipazioni a società di capitali. Il comune di Terlano per esempio vuole vendere il proprio pacchetto di azioni anche perché l’amministrazione non vuole più fare speculazioni nel settore energetico con denaro dei contribuenti. Questo cambio di rotta, lo riteniamo lodevole.
Che il quesito del comitato promotore per un referendum in merito ai campi di addestramento dell’FC-Südtirol Alto Adige non ha avuto il benestare della commissione di esperti, forse è gia noto. Sulla comunicazione del parere negativo chiediamo qualche delucidazione. Comunque insieme a rappresentanti del partito di maggioranza, del gruppo ambientalista e della “Bürgerunion” ripresentato l’istanza con nuova dizione. Anche se speriamo che presto venga presa la decisione a favore di un altro comune, cosicché possiamo mettere agli atti l’iniziativa del referendum popolare.

3. Juli 2012

Gemeindeblatt-Artikel 6. Juli 2012


Eine unendliche Geschichte?

So scheint es, wenn man sich das Hickhack rund um das Trainingszentrum für den FC Südtirol im Altenburger Wald anschaut. Obwohl in den Medien schon mehrmals totgesagt und von vielen schon ad acta gelegt, wurden bis dato aber noch immer keine konkreten Entscheidungen getroffen. Am Montag, 25. Juni kam die Arbeitsgruppe, die sich mit der Thematik befasst, wiederum zusammen, um von der Bürgermeisterin über den Brief, den der FCS an sie und den Landeshauptmann geschrieben hatte, in Kenntnis gesetzt zu werden. Darin wurden die Gründe dargelegt, warum der Fußballverein nicht nach Kaltern will.
Auch das nochmals abgeänderte Projekt des Architekten Dejaco fand nicht die Zustimmung des FCS. Zu wenig Fußballplätze, zu wenig Räumlichkeiten für die Betreuung, keine Möglichkeiten, während der Umbauphase dort schon zu trainieren. Die Kostenberechnung sprengt jetzt schon das zur Verfügung stehende Budget, und dabei ist noch nicht mal die Mehrwertsteuer eingerechnet. Auch der Ausgang der geplanten Volksbefragung sei äußerst ungewiss. Interessant waren aber zwei weitere Begründungen, die angeführt wurden. Da wären zum einen die Entfernung von der Landeshauptstadt und zum anderen das Klima. Zu kompliziert sei der tägliche Transport der Spieler und zu kalt der Winter im Altenburger Wald. Unabhängig, ob man über die Absage erleichtert oder enttäuscht ist, fragt man sich angesichts eines solchen Briefes, ob man wirklich ein halbes Jahr braucht, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. Dass das zur Verfügung stehende Geld nicht ausreicht, dass Kaltern verkehrstechnisch ungünstig liegt und dass es im Winter im Wald kalt ist – weiß man das erst seit jetzt? Wer hatte da nicht den Schneid, früher Klartext zu reden?
Die Bürgermeisterin erklärte, auf die Absage durch den Landeshauptmann zu warten und nicht von sich aus das Angebot Kalterns zurückzuziehen.
Das Promotorenkomitee für eine Volksbefragung hat inzwischen die Unterschriften eingereicht. Sicher ist sicher.

Notiziario Comunale 6 luglio 2012


Una storia infinita?

Così sembra, osservando il bisticcio intorno al centro di allenamento per l’FC Südtirol Alto Adige nel bosco di Castelvecchio. Anche se i mass media già più volte l’hanno affondato e in molti lo hanno archiviato, finora nessuno ha preso una decisione concreta. Lunedì 25 giugno il gruppo di lavoro, che si occupa del progetto è stato convocato per prendere atto della lettera che l’FC ha inviato alla Sindaca e al Presidente della Provincia. In questo scritto sono stati esplicati le motivazioni per i quali l’FC non vuole venire a Caldaro. Anche il modificato progetto dell’architetto Dejaco non è stato accolto benevolmente dall’FC. Pochi i campi, pochi i vani per l’assistenza e nessuna possibilità di allenarsi durante i lavori di adeguamento. Il calcolo delle spese già adesso supera le possibilità finanziarie e finora non si è tenuto conto dell’IVA. Anche l’esito del referendum prospettato è alquanto incerto. Erano interessanti soprattutto due motivazioni, che sono stati espressi. Da una parte la lontananza dalla città di Bolzano e dall’altra il clima. Troppo complicato sarebbe la trasferta dei giocatori e troppo freddo il bosco di Castelvecchio d’inverno. Indipendentemente se si è contenti o delusi di questi commenti espressi nella lettera, ci si chiede se servono più di sei mesi per maturare questa conoscenza. Che i soldi messi a disposizione non bastano, che Caldaro come raggiungibilità non è ideale e che d’inverno nel bosco fa freddo – lo si sa solo da ora? Chi non aveva il coraggio di prendere una posizione chiara?
La Sindaca ha dichiarato che aspetta la risposta negativa del presidente della Provincia e non sarà lei a ritirare l’offerta di Caldaro.
Il comitato promotore per un referendum nel frattempo ha depositato le firme. Per sicurezza!

25. Juni 2012

Gemeindeblatt-Artikel 29. Juni 2012


Städte gehen neue Wege – Das Beispiel Padua
Padua ist nicht nur die Stadt des heiligen Antonius, sondern auch des „Translohr“. Hinter diesem Namen verbirgt sich das neue schienengebundene Verkehrsmittel der bekannten Stadt im Veneto, wo kürzlich eine Delegation der Stadt Bozen sich ein Bild davon machen konnte. Mit dabei war auch der Verkehrsexperte der Dorfliste, Martin Aufderklamm.
„Der Translohr ist eine Art Tram, der nicht auf zwei Schienen, sondern mit einer einzigen Mittelleitschiene spurgeführt ist. Ebenso erfolgt die elektrische Versorgung über eine Oberleitung wie bei einer ordentlichen Tram. An der 10 km langen Tramtrasse, die quer durch die Stadt Padua führt, befinden sich für die Räder der Tram spezielle Beton-Spuren , auf denen der Translohr mit seinen Gummirädern dahinfährt. Mit einer Gesamtbreite von 2,40 Metern ist die Tram in Padua äußerst schmal und meistert auch enge Kurvenradien. Auch die Baukosten waren mit insgesamt 92 Millionen Euro sehr attraktiv. Dieser Betrag beinhaltet alle Maßnahmen im Bereich des Straßendekors und der Haltestellen: eine funktionierende Fahrgastinformation, komplett barrierefreier Zugang an Haltestellen und an den Fahrzeugen. Der Vizebürgermeister von Padua Dr. Ivo Rossi und Betriebschef Ing. Alberto Cavallini berichteten der Delegation, dass die Tram als schienengebundenes Verkehrsmittel eine nicht erwartete Eigendynamik mit gewaltigen Fahrgastzuwächsen entwickelt hat: Personen aus allen Gesellschaftsschichten, nicht nur sozial schwache Bevölkerungsgruppen, fahren mit der schnellen, zuverlässigen und pünktlichen Tram. Sie fährt täglich von 6.15 bis 0.30 Uhr mit einer Maximalgeschwindigkeit von 70 km/h und der Aufenthalt an den Haltestellen beträgt zwischen 20 bis maximal 45 Sekunden. In den Köpfen der Bürger hat sich ein mentaler Paradigmenwechsel vollzogen und der gesamte öffentliche Verkehr hat an Attraktivität gewonnen: Tramfahren ist in! So gewaltig ist der Erfolg, dass vier weitere Linien fertig geplant sind. Die Stadt Padua hat nun ein neues Erkennungszeichen neben der Basilika des Hl. Antonius: die Tram!“

Notiziario Comunale 29 giugno 2012


Nuove soluzioni per la viabilità pubblica – l´esempio di Padova
Padova non è solamente la città di Sant'Antonio, ma anche quella del Translohr. Una delegazione della città di Bolzano e il nostro esperto per la viabilità pubblica, Martin Aufderklamm hanno fatto un sopralluogo nella città del Santo.
“Il „Translohr“ é il nuovo mezzo pubblico della città veneta a percorso vincolato, guidato grazie a dei rulli incastonati in una rotaia centrale. Come anche per un tram ordinario l'alimentazione elettrica avviene via linea aerea. Sul percorso dei 10 chilometri che attraversano la città troviamo delle apposite piste di calcestruzzo nella profondità di 22 – 28 centimetri inseriti nel manto stradale sulle quali il Translohr viaggia con le proprie ruote di gomma. Con una larghezza di 2,40 metri il Tram di Padova supera agilmente anche raggi di curvatura stretti. Con 92 milioni di euro la realizzazione era economicamente vantaggiosa. Questa cifra comprende anche tutti i costi dell'arredo urbano delle vie attraversate e di allestimento delle fermate: pannelli chiari che informano i viaggiatori in tempo reale e per le persone con capacità motoria limitata una facile accessibilità ad ogni fermata e vettura. Il dott. Ivo Rossi, vicesindaco della città di Padova e l'ing. Alberto Cavallini, direttore di esercizio del Tram, hanno spiegato alla delegazione che il Tram ha generato una propria dinamica con incrementi notevoli dell'utenza: anche classi sociali cd. alti, cioè appartenenti ad ogni ceto sociale scelgono il Tram, in quanto puntuale, affidabile, veloce. E' in funzione giornalmente dalle 6.15 alle 0.30 con un velocità fino a 70 km/h ed il tempo massimo di sosta alle fermate varia dai 20 ai 45 secondi. Nella mente delle persone si è notato un cambio di paradigma e tutto il trasporto pubblico ha aumentato la propria appetibilità: andare in Tram è di moda! Talmente grande è il successo che altre quattro linee hanno già superato lo stadio della progettazione. Il nome di Padova non si identifica solamente con la Basilica di Sant' Antonio, ma anche con un nuovo mezzo di trasporto: il Tram!”

19. Juni 2012

Gemeindeblatt-Artikel 22. Juni 2012


Was uns teuer und wichtig ist!

Vieles! Ein Herzensanliegen ist uns die Mobilität, wozu außer der öffentlichen Verbindung nach Bozen auch der schonende Ausbau der Mendelpassstraße, die Citybusverbindungen und der See- und Wanderbus gehören. Zu Beginn dieses Monats war der für Mobilität zuständige Landesrat in Kaltern, um den in der Zwischenzeit eingeführten neuen Busfahrplan und das Projekt Metrobus vorzustellen. Mit den zwei Referenten und sechs LokalpolitikerInnen waren wir insgesamt 16 Leute in der Aula Magna. Das Thema reißt also kaum jemanden vom Hocker. Landesrat Widmann war enttäuscht und wir haben ihm erklärt, wenn die Einladung das Thema „Metrobus versus Trambahn im Überetsch“ behandelt hätte, wäre der Saal wohl gerammelt voll gewesen. Natürlich haben wir auch dieses Thema aufs Tapet gebracht. Die Stellungnahmen dazu waren wie üblich: Abschmetternd. Eppan hingegen hat inzwischen einen Verein für die Wiederbelebung der Überetscherbahn gegründet, dem Muster der Akteure für die Vinschgerbahn folgend. Es wird eine klare und aufschlussreiche Kostenanalyse gefordert, damit endlich mit konkreten Zahlen gerechnet werden kann. Schade, dass von den Kalterer Entscheidungsträgern im Ausschuss sich bisher unseres Wissens niemand dazu bekannt hat. Immer noch sind wir davon überzeugt, dass das viele Steuergeld, das in die Galerie entlang des Tumortales investiert wird, zum Teil in die Überetschertram fließen sollte. Wir haben kürzlich unseren Mobilitätsexperten Martin Aufderklamm nach Padua geschickt, um dort eine neue Tram zu besichtigen. Er ist mit einer Delegation der Bozner Stadtverwaltung dorthin gefahren. Auf seinen Bericht, den wir Ihnen bald präsentieren werden, sind wir dann auch gespannt.